21. Oktober 2020

Mozilla im Panikmodus: Kartellklage gegen Google bedroht Firefox

Gestern wurde bekannt, dass das US-Justizministerium ein Kartell­ver­fah­ren gegen Google in die Wege geleitet hat. Ein zentraler Punkt sind hier die Zahlungen an andere Dienste und Firmen. Bei Mozilla ist man deshalb in heller Aufregung. Denn man ist auf Google-Geld angewiesen.Dass es Firefox-Macher Mozilla nicht besonders gut geht, da die Foundation kaum echte Einnahmequellen hat, ist alles andere als ein Geheimnis. Dass es den Browser überhaupt noch gibt, hat man dem größten Konkurrenten zu verdanken, nämlich Chrome-Anbieter Google. Denn der Suchmaschinenriese aus dem kalifornischen Mountain View überweist viel Geld an Mozilla, damit Google als Suchmaschine in Firefox voreingestellt ist. Diese lässt sich zwar jederzeit vom Nutzer ändern, in der Praxis dürften das allerdings auch die wenigsten machen – denn schließlich ist Google auch so etwas wie ein Standard. Mozilla: Verfahren geht auf Kosten der Kleinen Für die US-amerikanische Justiz bzw. die Kartellhüter ist das ein zentraler Punkt, warum sich Google als ebenjener Quasi-Standard einbetoniert. Doch der Fall Firefox zeigt, dass die Angelegenheit komplizierter ist. Denn ohne das Google-Geld gäbe es einen der wichtigsten Konkurrenten am Browsermarkt wohl nicht. Das ist auch Thema eines Blogbeitrags bzw. Statements von Mozilla zum Fall „U.S. vs. Google“: Der Firefox-Anbieter schreibt, dass man es zwar befürwortet, die Wett­be­werbs­prak­tiken von Big Tech unter die Lupe nehmen, man aber auch „aus eigener Erfahrung“ anmerken muss, dass es „von heute auf morgen keine Lösung für diese komplexen Fragen gibt“. Schließlich seien die eigenen Ursprünge „eng mit dem letzten großen Kartellverfahren gegen Microsoft in den 1990ern verbunden“, so Mozilla. Die Foundation reagiert auch direkt […]
6. Oktober 2020

Albtraum für Apple: T2-Sicherheitschip knackbar, kein Patch möglich

Aus der Verbindung von zwei Exploits könnte sich für Apple ein großes Problem ergeben. Sicherheitsexperten behaupten, dass der Sicherheits­chip T2, seit 2018 in unzähligen Produkten im Einsatz, jetzt zuverlässig geknackt werden kann. Ein Patch wäre nicht möglich. Apples Sicherheitschip scheint durch zwei Exploits überwunden 2017 hatte Apple unter dem Namen T2 die zweite Generation seines speziell für Mac-Systeme hergestellten Sicherheitschips vorgestellt, der ab 2018 dann in unzähligen Produk­ten verbaut wurde. Neben vielen weiteren Aufgaben soll das Bauteil dafür sorgen, sicherzu­stellen, dass das Betriebssystem nicht manipuliert wurde. Wie jetzt ZDNet berichtet, wollen Hacker einen Weg gefunden haben, diesen Zusatzschutz zu knacken. Durch die Kom­bination von zwei Exploits, die ursprünglich für das Jailbreaken von iPhones entwickelt wurden, soll es möglich werden, auch Macs und MacBook-Geräte mit T2-Chips zu „jail­breaken“ – das funktioniert, da das Bauteil einen Prozessor enthält, der auf dem iOS A10-Chip basiert.Apples T2-Chip soll geknackt seinDer neue Mac-Jailbreak setzt dabei zum einen auf dem Exploit Checkm8, der im letzten Jahr entdeckt worden war. Das andere Werkzeug für den von Apple sehr unerwünschten Zugang zu den sensiblen Systemen ist in diesem Sommer unter dem Namen Blackbird erstmals in Er­scheinung getreten. Wie die belgische Sicher­heitsfirma IronPeak erläutert, kann der TZ2-Chip geknackt werden, indem die Jailbreaking-Software Checkra1n Version 0.11.0 in Kombination mit Debug-Kabeln (JTAG/SWD) genutzt wird. Einmal erfolgt, ist es möglich, Root-Zugriff auf den T2-Chip zu erhalten und laufende Prozesse weitreichend zu manipulieren, auch die Möglichkeit der Wiederherstellung verschlüsselter Daten sei gegeben – damit ergeben sich beispielsweise auch für Strafverfolger neue Möglichkeiten, an bisher nicht zugängliche Daten zu gelangen. Neuinstallation von BridgeOS Die […]
30. September 2020

Apple iPhone 12: Weitere Hinweise zum beschnittenen Lieferumfang

Änderungen in der neuen iOS 14.2 Beta deuten darauf hin, dass sich die Gerüchte bewahrheiten und Apple die kabelgebundenen EarPods mit dem Start des iPhone 12 aus dem Lieferumfang entfernt. Die Kopfhörer müss­ten somit separat ab circa 16 Euro gekauft werden.Bereits seit Monaten gehen Analysten wie der bekannte Ming-Chi Kuo davon aus, dass Apple einen möglichen 5G-Aufpreis der kommenden iPhone 12-Familie durch einen beschnittenen Lieferumfang abfedern könnte. Demnach sollen USB-C-Netzteile und Kopfhörer in Zukunft nicht mehr kostenlos mitgeliefert werden. Einen weiteren Hinweis dazu fanden die Kollegen von Macrumors in der kürzlich erschienenen Beta-Version des Betriebssystems iOS 14.2. Im Bereich zum „Schutz vor hochfrequenter Energie (HF-Energie)“ spricht Apple nicht mehr von mitgelieferten Kopfhörern. Einsteiger-iPad ausgepackt: Erste Eindrücke zum neuen Apple iPad 8 Ohne Netzteil und Kopfhörer: Weniger Zubehör der Umwelt zuliebe? „Um die Belastung durch HF-Energie zu reduzieren, verwenden Sie eine Frei­sprech­option, wie z.B. die eingebaute Freisprecheinrichtung, die mitgelieferten Kopfhörer oder ähnliches Zubehör.„, so der neue Wortlaut. Die bisher beigelegten EarPods mit Lightning-Anschluss werden im Apple Store für 29 Euro angeboten, sind im Preisvergleich jedoch bereits ab 16 Euro gelistet. Sollte den Prognosen nach auch das Netzteil aus dem Lieferumfang entfernt werden, schlägt passendes Original-Zubehör bei Apple mit 34 Euro (18 Watt USB-C) be­zie­hungs­wei­se bei Amazon mit 24 Euro zu Buche. Weiterhin besteht die Möglichkeit, dass sich die Annahmen nicht bestätigen und Apple an sei­nem klassischen Lieferumfang der letzten Jahre festhält. Dass bereits die Apple Watch Series 6 ausschließlich mit einem magnetischen La­de­ka­bel, jedoch ohne Netzteil ausgeliefert wird, gilt in der Gerüchteküche als wegweisend für das iPhone. Laut Apple möchte man so die Um­welt­aus­wir­kun­gen weiter reduzieren. Zudem dürf­ten in vielen […]
25. September 2020

Microsoft bestätigt endlich auch Lenovo-BSOD-Bug mit Windows 10

Vor fast einem Monat hatten wir bereits über einen ärgerlichen Blue-Screen-of-Death-Fehler berichtet, der bei Besitzern eines Lenovo Think­Pads in Verbindung mit Windows 10 Version 2004 auftrat. Jetzt hat sich auch Microsoft dem Thema angenommen.Schon Ende August hatten wir über das Problem berichtet, das vielen Lenovo-Nutzern ständig Abstürze bescherte. Jetzt kommt dabei endlich „Bewegung“ ins Spiel, denn Microsoft hat den Fehler in einem Support-Dokument genauer analysiert und warnt nun vor dem BSOD. Die Fehler treten laut dem bisherigen Kenntnisstand ab dem Update KB4566782 auf. Das ist das Patchday-Update für die Windows 10 Version 2004 vom 11. August. Der Fehler ist aber auch noch nach dem September-Patch KB4568831 vorhanden. Microsoft bestätigt nun in dem Support-Dokument, dass Updates, die in den letzten zwei Monaten veröffentlicht wurden, Lenovo ThinkPad-Rechner zum Absturz bringen könnten. Es wurden auch weitere kritische Fehler mit dem Update in Zusammenhang gebracht, unter anderem Leistungs­probleme und sogenannte Stopp-Fehler.Infografik Windows 10 Mai 2020 Update: Die wichtigsten Neuerungen Verschiedene Fehlermeldungen Entsprechend warnt das Unternehmen jetzt vor dem Update. Nutzer erhalten Meldungen wie „SYSTEM_THREAD_EXCEPTION_NOT_HANDLED“, „0xc000000005 Zugriff verweigert“ oder Systemabstürze mit dem Verweis auf den Prozess ldiagio.sys. Einfache Lösung möglich Das Problem scheint durch ein Kompa­ti­bi­litäts­problem zwischen den letzten kumulativen Updates von Windows 10, den UEFI-Einstel­lungen und der Lenovo Vantage-Anwendung verursacht worden zu sein. Mit einem der Updates hatte Microsoft zuvor eine Änderung vorgenommen, die einschränkt, wie Prozesse auf die PCI-Gerätekonfiguration zugreifen können. Microsoft und Lenovo bestätigten, dass sie an einer Lösung arbeiten. Es gibt auch schon eine relativ einfache Lösung, mit der man bis ein Bugfix-Update zur Verfügung steht […]

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