Auch für Apps Dritter: Apple geht beim Kinderporno-Scanner noch weiter

Apple geht noch weiter

Apples Vorhaben, Inhalte von iOS-Usern pauschal auf Nacktheit und Kinderpornografie zu scannen, löst eine Welle der Kritik aus. Jetzt macht der Konzern klar, dass man für das System sogar noch einen breiteren Einsatz vorsieht: Der Scanner könnte auch für Apps Dritter kommen.

Apple legt in Bezug auf das wohl umstrittenste System seit Jahren nochmal nach

Es gibt wohl keine Anpassung an iOS, die in den letzten Jahren so scharf kritisiert wurde wie das aktuelle Vorhaben. Apple will mit iOS 15, iPadOS 15 und in Teilen auch bei macOS 12 neue Funktionen einführen, die das lokale Durchleuchten von Bildern auf Nacktheit und Kinderpornografie und Überprüfung vor dem Upload in die iCloud zum Ziel haben – der Konzern spricht vom Schutz von Kindern und der Privatsphäre und wiegelt Bedenken bisher als „Missverständnisse“ ab.Apple Foto-ScanDas Prinzip für den AbgleichDas Unternehmen sieht es nach eigener Aussage sogar als „wünschenswert“ an, die „Kinderschutz“-Funktion noch deutlich breiter auszurollen und zu einem späteren Zeitpunkt auch für Apps Dritter bereitstellen zu können. Apple bleibt Details hier bisher noch schuldig, eine Ausweitung der Funktion auf Apps, die eine Upload-Funktion mitbringen, scheint aber technisch kein Problem. Noch sind auch genaue Zeitpläne für solche Vorhaben nicht bekannt, nach der Einführung in den eigenen Apps stellt Apple viele seine Funktionen aber für gewöhnlich in überschaubarer Zeit auch über APIs für Third-Party-Entwickler bereit.